SLRG Solothurn


Bergseetauchen 2003





Bergseetauchen in Melchsee Frutt

Dieter Ruf hatte wieder ein Bergseetauchen organisiert. Am Sonntag morgen den 3 August um 10.00 trafen wir uns in Stöckalp, um anschliessend gemeinsam die Bergstrasse nach Melchsee-Frutt hochzufahren. Die Bergstrasse ist zu schmal zum kreuzen und aus diesem Grund nur im Einbahnverkehr in Betrieb. Jede volle Stunde wechselt die Verkehrsrichtung. Nach dem lösen der Strassengebühr blieb uns noch genug Zeit im Restaurant nebenan Kaffe Ovomaltine und Gipfeli zu konsumieren.

Dann ging es los!Das ganze kam mir vor wie ein Bergrennen, für die Autos hinter mir war es allerdings vorbei mit rennen. Nachdem ich den Hintermann das dritte mal in einer Russwolke verschwinden liess, nahm der endlich den gebührenden Abstand und fand sich damit ab, dass es gemächlich rauf ging.

Oben angekommen musste das Tauchgepäck der 6 Taucher in den Land Rover umgeladen werden. Dieter hatte für dieses Fahrzeug eine Sonderbewilligung beantragt, um auf der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Strasse ein Transportmittel für die Tauchausrüstungen zu haben. Bedingung für den Erhalt der Fahrbewilligung war, dass mindestens 6 Taucher an der Exkursion teilnahmen. Das Auto wurde bis unter das Dach vollgestopft. Wahrscheinlich haben die Leute, welche nur ein Auto auf 6 Taucher erlauben keine Ahnung, welches Volumen das Tauchmaterial für 6 Taucher und 2 Tauchgänge einnimmt. Geschweige denn wie viel es wiegt.





Nach dem beladen machten sich die Taucher zu Fuss zum Tannensee, und ich lenkte das vollbeladene Fahrzeug am allgemeinen Fahrverbot vorbei auf eine von Berggängern stark frequentierte Strasse.
Es war ein sehr schöner Tag und es hatte sehr viele Leute auf der Strasse. Um nicht dauern mit schleifender Kupplung zu fahren kroch ich in der Geländereduktion an den Wanderern und deren neugierigen und teilweise missbilligenden Blicken vorbei.

Der Melchsee ist 1891m ü M, der Tannensee 1976 m ü MMan beachte die äusserst klare Sicht des Melchsees!Es wimmelte nur so von 3-5cm grossen Forellen.





Den neugierigen Passanten erzählten wir, dass die Sicht in den Bergseen sehr gut sei und auch viele Fische zu sehen seien, je nach dem würden wir bis 40m tief tauchen und bis zu einer Stunde unten bleiben usw.... Die Realität sah aber so aus:
Die Sicht wurde ab einer Tiefe von 50cm stark eingeschränkt das Wasser hatte eine bräunliche Färbung und bereits ab einer Tiefe von 5m konnte man bei ausgestreckten Armen die Hände nicht mehr sehen. Ab 6m war es stockfinster!Aber aufgeben gibt es nicht, das war die Gelegenheit in vollkommener Dunkelheit ohne Licht bei schwach fluoreszierender Anzeige von Tiefenmesser Kompass und Uhr dem Gefühl der Kampftauchers nachzugehen. 45 min später tauchten wir motiviert wieder bei der Einstiegstelle wieder auf.

Nach dem umziehen und verstauen der Ausrüstungen stand das Mittagessen auf dem Tagesbefehl. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Tannensee.

Familie Walcher und Sabine auf der Bergstrasse Richtung Tannensee:





Roman und Manfred beim Einstieg in den Tannensee. Nach dem Tauchgang entdeckt Roman die Welt der Rinder und die Rinder entdecken Roman. Sie zeigten reges Interesse an ihm, seinen Schuhen, dem Tauchcomputer und seinen weiteren Utensilien. Das dies bei Roman nicht unbedingt gut ankommt liegt auf der Hand. In den nächsten 10 Minuten hatte er alle Hände voll zu tun um sich und seine Ausrüstung zu Schützen, während sich die anderen unbehelligt umziehen konnten.

Hübsch die Beiden nicht?





Shit lass das, nicht voll sabbern, meine Schuhe verdammt verpiss dich.





Ich liebe Rinder....... als Saftiges Steak mit Pommes!





Das war's dann auch schon. Nach der Talfahrt genehmigten wir uns beim Restaurant in der Stöckalp noch ein "Zvieri" und machten uns dann auf den Heimweg.

Die Teilnehmer waren (auf dem Bild von links nach rechts):

Stephan Walcher, Aeberhard Werner, Roman Sollberger, Manfred Riem, Dieter Ruf und Sabine Matter.

Weitere Begleiter waren Stefans Frau und seine beiden Kinder, welche während unseren Tauchausflügen zu Fuss die Gegend erkundeten.





Ich danke Dieter für die Organisation dieses Events.



W. Aeberhard







Zurück an den Anfang des Dokuments

© Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, Sektion Solothurn